Spannendes und Kurioses rund um die Hochzeit

Das Brautkleid
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Farbe Weiß als Sinnbild von Vollkommenheit, Reinheit, Freude und Festlichkeit bei Brautkleidern durchgesetzt.

Denn vorher, bis Ende des 19. Jahrhunderts, trugen Bräute an ihrem schönsten Tag Kleider in feierlichem Schwarz oder in Blutrot als Ausdruck der irdischen und göttlichen Liebe. Es wurden auch Trachten getragen.

Der Brautstrauß

Es ist selbstverständlich die Aufgabe des Mannes, den Brautstrauß am Hochzeitstag mitzubringen. Der Brautstrauß soll das Kleid der Braut dekorativ unterstützen. Er sollte aber auch zu den Farben des Hochzeitsanzuges passen.

Der Brautstrauß ist auch Bestandteil einer der Höhepunkte einer jeden Hochzeitsfeier:

Dem Brautstraußwerfen.
Es basiert auf einer alten amerikanischen Tradition, bei der die Braut ihren Strauß in die Menge der ledigen, weiblichen Hochzeitsgäste wirft. Wer die Blumen fängt, heiratet als nächste. Im Gegenzug bringt der Bräutigam das Strumpfband seiner Angetrauten unter die Junggesellen.

Die Trauringe

Als Kreis ohne Anfang und Ende steht der Trauring für die große Liebe, die ewig währt.  Früher trug man zur Zierde Edelsteine wie Diamanten als Zeichen für Unverbrüchlichkeit und Dauerhaftigkeit. Seit dem 17. Jahrhundert bis heute setzten sich in Deutschland schlichtere Eheringe durch.

Etwas Altes, etwas Neues...
Getreu dem englischen Motto „Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues“ trägt die Braut an ihrem Hochzeitstag folgende vier Accessoires -  etwas Altes, um die Tradition fortzuführen - etwas Neues für den neuen Lebensabschnitt - etwas Geliehenes für das Glück und etwas Blaues als Zeichen der Treue. Und Fortuna ist ihr in der Ehe hold.

Die Sache mit dem Reis - ein Brauch aus Asien

Alternativ zu Blütenblättern, Konfettiregen, Nüssen, Rosinen oder Bonbons regnet es Reiskörner auf Braut und Bräutigam. Dieser Brauch aus Asien symbolisiert Fruchtbarkeit und soll ein kinderreiches Leben bescheren.

Groschen für die Kinder

Nach einer alten Tradition versperren Kinder dem Bräutigam den Weg zum Hochzeitssaal. Dieser muss sich den Weg mit reichlich Kleingeld freikaufen und wird dazu entsprechend aufgefordert: „Begehrst Du Einlass in dieses Haus, so kehre Deine Taschen aus!“

Blumen von den Kindern - die Blumenkinder
Fruchtbarkeit, Glück und einen reichen Kindersegen versprechen die Blüten, die die Kleinen nach der Trauung streuen. Es heißt, möge Euer gemeinsamer Weg wie auf Blumen
gebettet sein! Geister sollen angelockt werden, die für viele Nachkommen
sorgen - in früherer Zeit waren Kinder Sinnbild für Glück und Reichtum.

Die Hochzeitstorte
Traditionell wird sie aus Mehl, Honig und vielen Mandeln hergestellt. Sie ist Ausdruck für Fruchtbarkeit. Natürlich wird die Hochzeitstorte gemeinsam angeschnitten. Diese Anschneiden bedeutet Zusammenhalt und Einigkeit in der Ehe.

Bitte beachten Sie! Es heißt, wer bei diesem Akt die Hand oben hat, wird auch in Zukunft die "Hosen anhaben".

Der Junggesellen-Abschied
Der Bräutigam wird mit seinen Freunden um die Häuser ziehen und feucht-fröhlich seinen Junggesellen-Dasein verabschieden. Der Fantasie, wie die teilnehmenden Freunde diesen Abend gestalten, sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Ursprung dieses Brauchs ist in den USA zu finden.

Der Polterabend
Das Paar verabschiedet sich gemeinsam aus dem Kreis der Unverheirateten. Im Laufe des Abends wird Porzellan und Steingut zerschlagen, welches die Gäste in der Regel in großen Mengen mitbringen. Durch das laute Poltern und Klirren sollen – so ein altes Sprichwort – Geister vertrieben werden und zukünftig das Haus des Brautpaares meiden. Natürlich wird auch schon an diesem Abend kräftig "vorgefeiert".

Er trägt sie auf Händen...
Da Geister nicht nur vor der Tür lauern, sondern auch unter der Schwelle, trägt der Bräutigam seine Braut über eben diese Schwelle ins neue Heim. Eine Berührung mit den "dunklen Mächten" ist somit ausgeschlossen und eine traute Zweisamkeit ist für immer garantiert.

Einen Baum pflanzen
Am Tag der Hochzeit einen Baum zu pflanzen ist ein wunderbarer Brauch.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Der Baum steht als Symbol hierfür.

Das Wachstum und die Entwicklung des Baumes wird über die Jahre nicht immer gleich sein - eben wie in der Ehe.

Ehe-Jubiläen
Hier noch ein Überblick über die Ehe-Jubiläen. 75 Jahre Ehe - die Kronjuwelenhochzeit, das höchste Jubiläum, das muss Liebe sein.

1 Jahr Baumwollene Hochzeit
3 Jahre Lederne Hochzeit
5 Jahre Hölzerne Hochzeit
6 ¼ Jahre Zinnerne Hochzeit
7 Jahre Kupferne Hochzeit
8 Jahre Blecherne Hochzeit
10 Jahre Rosenhochzeit

12 ½ Jahre Petersilienhochzeit
15 Jahre Gläserne Hochzeit
20 Jahre Porzellanhochzeit
25 Jahre Silberne Hochzeit
30 Jahre Perlenhochzeit
35 Jahre Leinwandhochzeit
37 ½ Jahre Aluminiumhochzeit
40 Jahre Rubinhochzeit
50 Jahre Goldene Hochzeit
60 Jahre Diamantene Hochzeit
65 Jahre Eiserne Hochzeit
67 ½ Jahre Steinerne Hochzeit
70 Jahre Gnadenhochzeit
75 Jahre Kronjuwelenhochzeit

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